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Fairtrade Lëtzebuerg · 

Was wäre, wenn Ihre Arbeitskleidung zu einer gerechteren und nachhaltigeren Textilindustrie beitragen könnte?

Am 24. April 2013 kostete der Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch mehr als 1.100 Menschen das Leben. Das Gedenken an diese Katastrophe bleibt eine eindringliche Erinnerung an Zustände in der globalen Textilindustrie, die noch immer zu häufig inakzeptabel sind. Rund 60 Millionen Menschen – etwa 70% davon in Asien – arbeiten in der Herstellung unserer Kleidung. Hinzu kommen zahlreiche Kinder, die weiterhin in großem Umfang von der Textilindustrie ausgebeutet werden.

Viele Beschäftigte sind mit Zwangsarbeit, Diskriminierung, Demütigungen und Gewalt konfrontiert. Beleidigungen sowie psychische oder sexuelle Belästigung gehören in zahlreichen Produktionsstätten zum Alltag. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen oft prekär: 12 bis 14 Stunden täglich, an sechs Tagen pro Woche, häufig ohne Pausen, ohne Urlaub und ohne das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Die Löhne liegen in der Regel deutlich unter einem existenzsichernden Niveau, während Sozialleistungen meist vollständig fehlen – trotz hoher körperlicher Belastung, dem täglichen Umgang mit toxischen Substanzen und eines erhöhten Unfallrisikos.

Angesichts dieser Situation kommt unserem Handeln eine besondere Bedeutung zu - auch bei der Beschaffung von Berufs- und personalisierter Arbeitskleidung.

In Luxemburg tragen täglich Tausende Beschäftigte Kleidung mit dem Logo ihrer Organisation - ob T-Shirts, Westen, Poloshirts, Arbeitsjacken, Hemden oder Hosen. Diese Kleidungsstücke sind weit mehr als nur ein sichtbares Zeichen nach außen. Sie stehen für konkrete Beschaffungsentscheidungen und können gezielt zu mehr sozialer und ökologischer Verantwortung beitragen.

Wer sich für Berufs- und personalisierte Arbeitskleidung aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle entscheidet, trägt zu einer verantwortungsvolleren Textilproduktion bei: mehr Umweltschutz, gerechtere Einkommen für Baumwollproduzentinnen und -produzenten sowie vor allem menschenwürdige Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette.

Diese bewusste Entscheidung zeigt auch intern Wirkung. Arbeitskleidung aus fairen Lieferketten stärkt das soziale Engagement gegenüber den Mitarbeitenden, die sie tragen. Sie verleiht der Kleidung eine neue Bedeutung und macht die Werte der Organisation sichtbar.

Die NGO Fairtrade Lëtzebuerg begleitet Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Luxemburg bei diesem Wande hin zu mehr Fairness - durch Sensibilisierung, die Vermittlung von Kontakten zu luxemburgischen Anbietern sowie die Begleitung bei der Kommunikation und der Sensibilisierung der Mitarbeitenden.

In Luxemburg haben bereits mehrere Akteure diesen Schritt unternommen, darunter Post, CFL, Socom, Prefalux, Tango, Les Chocolats du Cœur, die Boulangeries Jos & Jean-Marie, Restopolis sowie die Gemeinden Luxemburg, Mondorf-les-Bains, Bettembourg, Contern, Clervaux, Schiffl ange, Differdange, Niederanven, Roeser, Schengen, Steinfort, Dudelange, Esch/Alzette, die Administration de la nature et des forêts und der Naturpark Öewersauer.

Das Gedenken an die Rana-Plaza-Katastrophe macht deutlich: Auch Sie können handeln und aktiv zu einer faireren und nachhaltigeren Textilindustrie beitragen.

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