Mit etwa 18 Millionen Tonnen, die jährlich exportiert werden, ist die Banane die meistgehandelte Frucht der Welt und eine der beliebtesten Früchte bei europäischen Konsumenten. Sie wird in äquatorialen Regionen angebaut, wobei der größte Teil aus Lateinamerika und der Karibik stammt. Multinationale Unternehmen und große Supermarktketten haben mehr und mehr Kontrolle über den Markt und setzen ihre Produktions- und Lieferbedingungen durch. Kleine Produzenten und Arbeiter am Anfang der Lieferkette tragen die Konsequenzen. Seit 1996 setzt sich die Fairtrade-Bewegung dafür ein, die Situation der Arbeiter und Produzenten vor Ort zu verbessern und gleichzeitig den nachhaltigen Bananenanbau auf den Plantagen zu fördern.

 

 

 

Wussten Sie, dass...?

  1. Zusätzlich zum garantierten Mindestpreis erhielten die Bananenproduzenten im Jahr 2018 eine Fairtrade-Prämie in Höhe von 31,3 Mio. €.
  2. Die meisten unserer Fairtrade-Bananen in Luxemburg werden biologisch angebaut. Wenn dies bei einigen Bananen nicht der Fall ist, bedeutet das nicht, dass der Umweltaspekt nicht beachtet wurde. Tatsächlich enthalten die Fairtrade-Standards eine ganze Reihe von Kriterien, die mit Ökologie und Respekt vor der Natur in Verbindung stehen.
  3. Bananen haben eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorzügen. Sie enthalten Kalium, das sich positiv auf die Herzfunktion auswirkt, den Blutdruck reguliert und somit vor Herzerkrankungen schützt.
  4. Bananen stammen ursprünglich aus Asien. Heute werden 90% der Fairtrade-Bananen von Kleinproduzenten und Arbeitern in Südamerika und der Karibik produziert.
  5. 47% der Bananen weltweit sind heutzutage Cavendish. Die Beliebtheit der Bananensorten hängt zu großen Teilen von der Anfälligkeit für Krankheiten ab. Als die in den 1950er Jahren beliebte Bananensorte „Gros Michel“ durch einen Pilz, der als „Panama-Krankheit“ bekannt war, fast getötet wurde, entschieden sich die Produzenten massenhaft für Cavendish.

 

1. Die größten Herausforderungen für die Bananenbranche 

Unzureichendes und unsicheres Einkommen für Bananenkleinproduzenten

Menschen, die im Bananensektor arbeiten, werden oft schlecht bezahlt und haben keine festen Arbeitsverträge. Das bedeutet, dass die Arbeitsplatzsicherheit begrenzt ist und medizinische und soziale Leistungen nicht abgedeckt sind. Außerdem arbeiten die Plantagenarbeiter durchschnittlich mehr als 12 Stunden am Tag. Überstunden und Urlaub werden oft nicht bezahlt. Dies hat direkte Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden und das ihrer Familien und Gemeinden.

Ausbeutung von Kindern

Kinder müssen oft schon von klein auf auf den Plantagen arbeiten und haben daher keinen Zugang zu Bildung. Kinderarbeit hat eine Reihe von Ursachen, darunter strukturelle Armut, niedrige und schwankende Marktpreise und ein Mangel an Schulen und anderen Einrichtungen.

Klimawandel

Ökologische Herausforderungen

  • Einsatz von Pestiziden: Auf Bananenplantagen werden viele hochgefährliche Pestizide eingesetzt. Diese Produkte haben schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeiter und der angrenzenden Dörfer sowie auf das gesamte Ökosystem - Spuren von Pestiziden im Trinkwasser sind in vielen Anbaugebieten ein ernsthaftes Problem.
  • Wetter: Landwirte haben mit den Auswirkungen von Störungen auf ihre Ernten zu kämpfen, die durch Regenphasen, stärkere Wirbelstürme und Trockenperioden verursacht werden. Gefahr durch
  • Insekten: Im Jahr 2013 breitete sich in Piura (Peru) eine Insektenart namens „Roter Thrips“ aus, die auf 40% der Felder großen Schaden anrichtete und infolgedessen einen Rückgang der Exporte um 30% verursachte.
  • Seuchenausbruch: Im August 2019 wurde in Kolumbien der Notstand zum Schutz der Bananen ausgerufen! Der Pilz „Fusarium Tropical Race 4“ befiel über mehrere Wochen hinweg Bananenplantagen in Kolumbien. Ausgehend von Asien breitete sich die Epidemie allmählich nach Australien und Afrika aus. Diese Art von Pilz, nistet sich im Boden ein, zerstört die Bananenstaude in weniger als zwei Monaten vollständig und kontaminiert den Boden für mehrere Jahrzehnte, was jeden zukünftigen Anbau an der gleichen Stelle unmöglich macht.

 

 

2. Was sind die wichtigsten Standards für den Fairtrade-Bananensektor?

Produzenten können sich auf eine bessere Zukunft verlassen

 

Produzenten schließen sich in transparenten und demokratischen Kooperativen zusammen, die sie stärker machen: ihre Verhandlungskraft ist höher, sie bauen stärkere Verbindungen zu den Abnehmern auf und steigern ihre Effizienz. Sie können gemeinsam Anschaffungen realisieren und kollektiv für die soziale und ökologische Entwicklung ihrer Gemeinden eintreten.

 

Der Fairtrade-Mindestpreis

⇒ Der Fairtrade-Mindestpreis stellt ein Sicherheitsnetz für die Produzenten dar, indem er sie vor Preiseinbrüchen schützt und einen nachhaltigen Anbau ermöglicht. Der Mindestpreis wird nach den Kosten einer nachhaltigen Produktion berechnet und ist für jedes Land unterschiedlich. Für jedes bananenexportierende Land legt Fairtrade einen Mindestpreis fest, sowohl ab Fabrik (EXW) als auch frachtfrei (FOB), für konventionelle und für Bio-Bananen.

⇒ Lesen Sie die 10. Ausgabe des Fairtrade Banana Monitoring Report

Die Fairtrade-Prämie

⇒ Die Produzenten bzw. Lohnbezieher wählen demokratisch, wofür die Prämie verwendet werden soll. Für jede Kiste a 18,14 kg Bananen wird zusätzlich 1 US-Dollar an die Kooperativen und Plantagen gezahlt. Neben Investitionen in die Leistungsfähigkeit und Qualität investieren die kleinen Produzentengemeinschaften auch in Entwicklungsprojekte wie Schulbau, Wasserprojekte und medizinische Versorgung. Für die Plantagenarbeiter stehen Entwicklungsprojekte für die Dorfgemeinschaft sowie die Verbesserung der Situation der Arbeiter selbst im Vordergrund. In einigen Fällen wird ein Teil des Bonus für Lohnerhöhungen verwendet.

⇒ Klicken Sie auf den Link von Fairtrade International, um mehr über die Fairtrade-Standards für Frischobst zu erfahren.

Einsatz der Fairtrade-Prämie in Kleinproduzentenorganisationen und Einsatz der Fairtrade-Prämie in Bezug auf die SDGs

Strenge Umweltkriterien fördern nachhaltige Landwirtschaft

Die Fairtrade-Standards fördern die nachhaltige Entwicklung durch bessere landwirtschaftliche Praktiken, die die Produzenten bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen und sie dazu anregen, ihre Umweltbelastung zu reduzieren. Die Umweltstandards umfassen folgende Maßnahmen:

    • Verhinderung von Bodenerosion und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
    • nachhaltige Nutzung von Wasserquellen
    • nachhaltige Abfallwirtschaft
    • GVO-Verbot
    • Schutz der biologischen Vielfalt
    • integriertes Insektenmanagement
    • Nutzung erneuerbarer Energien
    • Reduzierung der Treibhausgasemissionen

Zusätzlich zu den Standards sensibilisiert Fairtrade die Produzentenorganisationen für klimarelevante Themen. Durch fachliche Beratung und die Teilnahme an landwirtschaftlichen Feldtrainings lernen die Produzenten, wie sie Anpassungsmaßnahmen auf ihren eigenen Feldern und in ihren Gemeinden umsetzen können. Produzentennetzwerke koordinieren Projekte und helfen den Produzenten, gute Ideen zu verwirklichen und Aktivitäten zu realisieren.

Der Kampf gegen Kinderarbeit ist eine Priorität

Die Fairtrade-Bewegung engagiert sich um die Ausbeutung und den Missbrauch von Kindern durch Standards und verschiedene Programme, die von den Produzentennetzwerken entwickelt wurden, zu bekämpfen. Die Fairtrade-Vorschriften zur Kinderarbeit basieren auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO-Konvention 182 über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit und ILO-Konvention 138 über das Mindestalter) und der UN-Konvention über die Rechte des Kindes.

Fairtrade verbietet die Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren und kein Kind unter 18 Jahren darf mit Arbeiten belastet werden, die gefährlich sind oder seine Gesundheit, Ausbildung oder Entwicklung gefährden. Wenn die nationale Gesetzgebung ein höheres Mindestalter für Kinderarbeit festlegt, dann verlangt der Fairtrade von den Produzenten, dass sie die nationale Gesetzgebung einhalten.

Um Kinderarbeit wirksam zu bekämpfen, setzt Fairtrade außerdem auf Schulungsprogramme und Informations- und Sensibilisierungskampagnen sowie die Unterstützung von Familien und Dorfgemeinschaften.

Die Vertrauenswürdigkeit des Fairtrade-Systems basiert auf der Kontrolle und Einhaltung der Standards

Die unabhängige Kontrollinstanz FLOCERT ist für die Zertifizierung und Inspektion von Produzentenkooperativen, Plantagen und den verschiedenen Akteuren der Lieferkette (Exporteure, Importeure, Weiterverarbeitungsbetriebe) zuständig. Das Unternehmen zertifiziert Produzenten und Weiterverarbeiter in über 70 Ländern nach den Fairtrade-Standards. FLOCERT ist nach der international anerkannten Akkreditierungsnorm für Zertifizierungsorganisationen ISO 17065 zertifiziert. Dieser Standard garantiert Qualitätsmanagement, Transparenz in allen Zertifizierungsvorgängen und -verfahren sowie völlige Unabhängigkeit in der Entscheidungsfindung während des gesamten Zertifizierungsprozesses.

FLOCERT prüft, ob soziale, ökonomische und ökologische Standards eingehalten werden. So wird beispielsweise die Zahlung des garantierten Mindestpreises für Erzeugergenossenschaften und die Zahlung der Fairtrade-Prämie überprüft. In regelmäßigen Abständen führen die Inspektoren angekündigte oder unangekündigte Kontrollen bei allen Akteuren und Vertragspartnern vor Ort durch. Vertragspartner, die die Normen nicht einhalten, können suspendiert werden und sind dann verpflichtet, Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, um ihre Zertifizierung zu behalten. Werden diese Korrekturmaßnahmen nicht innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens umgesetzt, so werden die Vertragspartner dezertifiziert. Luxemburger Unternehmen, die Produkte mit Fairtrade-Rohstoffen herstellen und das Fairtrade-Siegel verwenden, werden ebenfalls von FLOCERT überprüft.

 

 

THE EXTERNAL COSTS OF THE BANANA PRODUCTION: A GLOBAL STUDY

Studie « THE EXTERNAL COSTS OF THE BANANA PRODUCTION: A GLOBAL STUDY »

Als Teil dieser Herausforderung und im Interesse der Transparenz über die wahren gesellschaftlichen Kosten hat Fairtrade International, True Price und Trucost beauftragt, die erste globale Studie über die externen Umwelt- und Sozialkosten der Bananenproduktion [1] in den wichtigsten Produktionsländern - Kolumbien, Dominikanische Republik, Ecuador und Peru - durchzuführen. Zu den sozialen Konsequenzen, die in der Studie behandelt werden, gehören arbeitsrechtliche Fragen wie Unterbezahlung, Gesundheit und Sicherheit, Überstunden, Sozialschutz, Kinderarbeit, Belästigung und Bedrohung am Arbeitsplatz sowie Zwangsarbeit. Die in dieser Studie untersuchten Umweltaspekte sind Klimawandel, Landnutzung, Wasserknappheit, Land-, Wasser- und Luftverschmutzung sowie Abfallwirtschaft.

Die Studie hat drei Ziele. Erstens, die Ermittlung der ökologischen und sozialen Auswirkungen der Bananenproduktion und Nutzung dieser Informationen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie des Sektors. Zweitens, der Vergleich der externen Kosten des gesamten konventionellen Bananenproduktionssystems mit denen von Fairtrade-Bananen. Drittens, die Identifizierung von empfehlenswerten Produzentenpraktiken zur Verbesserung der Standards für eine nachhaltige Produktionsweise, sowie Schulungen, Kapazitätsaufbau und andere Unterstützungsprogramme.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die durchschnittlichen externen Kosten für eine Kiste Bananen (18,14 kg) bei 6,70$ liegen. Im Allgemeinen sind die sozialen Kosten mit 60% höher als die ökologischen Kosten, die 40% betragen. Die höchsten sozialen Kosten in den vier untersuchten Ländern sind unzureichende Löhne und soziale Sicherheit für Angestellte und unzureichendes Einkommen für Kleinproduzenten und ihre Familien. Zusammen verursachen sie durchschnittlich 33% der gesamten externen Kosten. Andere wichtige externe soziale Kosten sind Belästigung sowie Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz (im Durchschnitt 13% bzw. 11% der gesamten externen Kosten). Die größten Umweltkosten in den vier untersuchten Ländern stellen die Landnutzung (21%), der Klimawandel (10%) und die Wasserverknappung (6%) dar.

Die Studie hat gezeigt, dass die durchschnittlichen externen Kosten der Bananenproduktion bei Fairtrade-Produzenten um 45% niedriger sind als bei konventionellen Erzeugern in diesem Sektor: 3,65$ im Vergleich zu 6,70$ pro Kiste Bananen. Die wichtigsten Faktoren, die den Unterschied zwischen Fairtrade- und Nicht-Fairtrade-Bananen ausmachen, sind die Löhne und die soziale Absicherung der Mitarbeiter, der Ertrag, der Wasserverbrauch und die Menge des verwendeten Düngers.

 

Die vorliegende Studie liefert somit eine solide Grundlage für positive Entwicklungen bei der Senkung der externen Kosten der Bananenproduktion in den verschiedenen betroffenen Ländern. Es wird gezeigt, dass der Bananensektor das Potenzial hat, zu einem nachhaltigeren Produktionsmodell überzugehen - zum einen durch die weitere Unterstützung engagierter Produzenten und zum anderen durch das Modell des fairen Handels.

Diese Ergebnisse können den Akteuren des Sektors außerdem helfen, Rahmenbedingungen für eine Strategie zur nachhaltige Bananenproduktion bis 2030 zu entwickeln - dem anvisierten Zeitpunkt für die Erreichung der globalen Sustainable Development Goals (SDGs). Die Vision eines nachhaltigen Bananensektors zu definieren und könnte der Ausgangspunkt für einen konkreten Handlungsplan sein, der die Ziele zur Bewältigung der externen Kosten von Einkommensausfällen (SDGs 1 und 8), des Klimawandels (SDG 13) und der Landnutzung (SDG 15) beinhaltet.

Die Indizien sind eindeutig: Es ist dringend notwendig, die Ursachen der externen Kosten zu adressieren, wenn wir der Bananenindustrie eine Zukunft geben wollen. Dazu gehören der Druck auf die Preise (was niedrigere Einkommen und weniger Ressourcen für Investitionen in Projekte wie bessere Bewässerungssysteme bedeutet), lasche nationale Arbeitsvorschriften und -kontrollen sowie die Informalität der Bananenarbeiter an vielen Orten.

[1] Studie: The external costs of Banana production

 

 

 

3. Der Fairtrade-Unterschied im Bananensektor

 

Program for Increasing Productivity (PIP)

Kleine Fairtrade-Bananenproduzenten sehen sich einem verstärkten Wettbewerb in Bezug auf Qualität und Preis ausgesetzt. Um diese Situation zu verbessern, wurde in einer Reihe von lateinamerikanischen und karibischen Ländern das Projekt „Program for Increasing Productivity“ (PIP) durchgeführt. Das Ziele dieses Programms ist die Verbreitung und der Transfer von Technologien zur Optimierung des agronomischen Managements von Bananenproduktionssystemen, die Stärkung von Kleinproduzenten, die Verringerung der Zerstörung natürlicher Ressourcen und der zunehmenden Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie die Reduzierung der verschiedenen Produktionskosten.

Die Initiative zielt darauf ab, Kleinproduzenten dabei zu helfen, eine umweltfreundlichere Produktion zu etablieren und die Produktivität zu steigern, indem der Bau von Bioproduktionsstätten gefördert wird und die von der Natur zur Verfügung gestellten Abfallprodukte als Rohstoffe verwendet werden, ohne dass eine chemische Verarbeitung erforderlich ist. Der Einsatz von Biofermenten als Ergänzung zu Fruchtbarkeitsprogrammen führt zu einer deutlichen Verbesserung der Bodenqualität und erhöht die biologische Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten.

All dies ist dank eines Projekts möglich, das CLAC im Rahmen des globalen Fairtrade-Projektsystems gefördert hat. Es zielt darauf ab, die Produktivität und das Qualitätsniveau der Produkte der Kleinerzeugerorganisationen zu erhöhen und die sozioökonomischen Bedingungen der Produzenten zu verbessern. Mit der Umsetzung dieses Projekts wird es möglich sein, eine größere Reichweite und Wirkung bei den mit der Fairtrade-Prämie umgesetzten sozialen Projekten zu erzielen.

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Die Kooperative APPBOSA Peru

Dank der Fairtrade-Prämie konnte die 2003 gegründete und im selben Jahr Fairtrade-zertifizierte Kooperative APPBOSA im Norden Perus mehrere Projekte realisieren. Eine Delegation von Fairtrade Lëtzebuerg, begleitet von verschiedenen Partnern, konnte sich während einer Studienreise im Mai 2016 von den positiven Auswirkungen Fairtrades vor Ort überzeugen. Hier sind einige Beispiele für die Verwendung der Fairtrade-Prämie:

  • Renovierung der Ricardo-Palma-Schule in Samán, die jedes Jahr 500 Schüler der Grund- und Sekundarstufe aufnimmt
  • Einführung des „cable vìa“, eines Systems zum Transport der Bananenstauden von den Feldern zur Packstation. Dank dieses Systems hat sich der Alltag der Arbeiter erheblich verbessert: Mussten sie früher die schweren Bündel über weite Strecken tragen, müssen sie sie jetzt nur noch an einem Draht entlang ziehen
  • Installation einer Kompoststation, in der sich die Rückstände der Bananenpflanzen auf natürliche Weise zersetzen und dabei chemiefreien Dünger produzieren, der den Bananenpflanzen alle notwendigen Nährstoffe liefert und auf den die Produzenten zu einem günstigen Preis zugreifen können

Unsere Studienreise: Kooperative APPBOSA (Peru)

4. Einige Zahlen zu Fairtrade-Bananen in Luxemburg...

In Luxemburg ist die Banane eine sehr beliebte Frucht: Neben ihrem guten Geschmack hat sie auch hervorragende Nährwerte. Seit 1999 ist die Fairtrade-Banane auf dem luxemburgischen Markt erhältlich und macht heute über 35% unseres Marktanteils aus.

Seit 2018 richtet sich das ONLY-Sensibilisierungsprogramm an luxemburgische Partner, die sich entscheiden, ihren Kunden ausschließlich 100% Fairtrade-zertifizierte und biologisch angebaute Bananen anzubieten. Diese Partner setzen sich dafür ein, dem massiven Einsatz von Pestiziden und der Verletzung von Menschenrechten in der Bananenindustrie ein Ende zu setzen und tragen so zum Aufbau eines nachhaltigen Bananensektors bei.

Insgesamt haben sich 271 Standorte in Luxemburg, vertreten durch 7 Akteure, verpflichtet, dem ONLY-Programm beizutreten: die Sodexo-Gruppe, Restopolis, die Pall Center-Gruppe, Alima, die Luxemburger Jugendherbergen, das Lebensmittelgeschäft Beim Lis, sowie das Centre National Sportif et Culturel de la Coque.

⇒ Lesen Sie mehr auf only.lu

Factsheet über Fairtrade-Bananen

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