Seit 3 Jahren stellt Fairtrade Lëtzebuerg jedes Jahr ein/e europäischer/e Freiwillige ein. Der/die Freiwillige kommt für ein Jahr aus dem Ausland nach Luxemburg um ein neues Erlebnis zu wagen: neue Kultur, neues Horizont und für die meisten auch die erste Arbeitserfahrung...
Dank des SNJ (Service National de la Jeunesse) kann Fairtrade Lëtzebuerg jedes Jahr ein/e neuer/e Volontärin empfangen die neue Idees und einen frischen Wind mit sich bringen.
Der folgende Text ist ein Bericht von Elisabeth, einer ehemaligen Mitarbeiterin, die durch den Service National de la Jeunesse bei Fairtrade Lëtzebuerg eingestellt wurde und euch ihre Eindrucke liefert.
Steckbrief:
Name: Elisabeth Feldbacher
Herkunft: Österreich
Alter : 19 Jahre
Insgesamt 11 Monate, also fast ein ganzes Jahr, absolviere ich hier in Luxemburg meinen Freiwilligendienst bei Transfair-Minka. Nach meinem Abitur hatte ich den Wunsch, ein Jahr im Ausland zu verbringen und dabei auch noch etwas Nützliches zu machen, keinen Urlaub, aber auch keinen fixen Job. Ich wollte mich einfach ausprobieren, neue Erfahrungen sammeln und dabei jemanden helfen.
Für den Europäischen Freiwilligendienst habe ich mich entschieden, weil er sehr gut strukturiert ist und man gut abgesichert ist. Und meine Wahl fiel auf TransFair, weil ich mich schon immer für den Fairen Handel und seine Strukturen interessiert hatte.
Meine Aufgaben bei Transfair bestehen hauptsächlich aus der Leitung unserer Jugendgruppe TransFair Jeunes und das Abhalten von diversen Workshops in Schulen. Aber auch im Büro gibt es immer etwas zu tun und somit sind meine Aktivitäten sehr vielfältig.
Am Anfang war ich skeptisch, ob ich wohl alleine einen Workshop
zusammenstellen und auch durchführen kann, aber nachdem ich ein paar
Mal in verschiedenen Schulen war und mein Schokoladenworkshop gut
ankam, begann ich mir mehr zuzutrauen und fühlte mich wohl dabei. Somit
reise ich mittlerweile schon durch das ganze Großherzogtum und habe
bereits über 60 Schulklassen mit Informationen über Fairen Handel und
Schokolade „gefüttert“.
Aber auch die Entwicklung eines
Reisworkshops mit Hilfe des Comics „Wolken über dem Reisfeld“ war eine
Herausforderung, die ich gerne annahm.
Besonders viel Freude
macht mir die Organisation von Aktivitäten mit den TransFair
Jeunes. Obwohl ich mir eigentlich keine großartigen
„Führungsqualitäten“ zugetraut hatte und am Anfang ein bißchen
eingeschüchtert war, ist es mir gelungen, auch in diese Rolle
hineinzuwachsen. Natürlich aber nicht ohne die Hilfe von meinen
Mitarbeiterinnen und den anderen TransFair Jeunes. Mittlerweile
können wir schon auf einige erfolgreiche Aktionen zurückblicken, wie
zum Bespiel eine faire Cocktailbar beim „On Steitsch“, Stände mit
Fairen Produkten bei verschiedenen Weihnachtsmärkten und im Mai nehmen
wir beim Sozial- und Umweltforum in der Ostschweiz teil.
Ich
empfinde dieses Jahr hier in Luxemburg sehr bereichernd, ich lerne,
selbstständig zu arbeiten und zu leben und mich in einer neuen Struktur
zurechtzufinden.
An Luxemburg gefallen mir besonders die
Größe und die Multikulturalität. Ich finde Luxemburg ist klein, aber
fein. Die Hauptstadt ist sehr schön, vor allem die Altstadt und weil
sie so schön grün ist mit all ihren Parks und Blumenrabatten.
Hier
kann ich außerdem gleichzeitig mein Französisch verbessern, mein
Hochdeutsch verfeinern und ein paar Happen Luxemburgisch lernen.
Obwohl
meine Zeit in Luxemburg hier noch nicht ganz vorbei ist, kann ich schon
Bilanz ziehen und auf eine erlebnisreiche und aufregende Zeit
zurückblicken. Jeder der gerne ein Jahr ins Ausland gehen möchte und
die Gelegenheit dazu hat, sollte diese unbedingt nutzen, der Mut
für diesen Schritt wird auf jeden Fall belohnt!
Lesen Sie auch den Bericht von Karin, die 2009 bei TransFair-Minka tätig war.